Sechstes Treffen der jungen ERFA in Hannover

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Am 27. und 28. November kam die junge ERFA-Gruppe zum sechsten Mal zusammen – diesmal in der Landeshauptstadt Hannover. Wie gewohnt startete das Treffen mit dem „Wetterbericht“: einem kompakten Austausch über Stimmung, Auftragslage, Investitionen und aktuelle Herausforderungen in den Betrieben. Auch der Landesverband präsentierte seinen Überblick über die Entwicklungen seit dem letzten Treffen. Unter anderem wurde über die landesweite Roadshow mit sechs Terminen berichtet, bei der das Thema „Tarife und Kommunikation“ im Mittelpunkt stand. Ein weiterer Punkt war der Rückblick auf den Obermeistertag in Wilhelmshaven, bei dem die Wahlen für Präsidium, Vizepräsidium und Vorstand ab dem 1. Januar 2026 im Fokus standen.

Nach einem kurzen Mittagsimbiss ging es – begleitet von leichtem Regen – weiter zum fachlichen Teil des Programms. Unter dem Motto „Metall ist überall“ führte uns Frau Laureen Rehse, Leiterin der Instandhaltung des Zoos Hannover, über das Gelände. Die Führung begann in der Sonderausstellung zum 160-jährigen Jubiläum des Zoos, die mit historischen Fotos, Modellen, Plakaten und Schildern eine eindrucksvolle Zeitreise bot.

Anschließend wechselten wir hinter die Kulissen: Im Elefantenbereich beeindruckten massive Stahltore, die den nächtlichen Rückzugsort der Tiere sichern – allerdings nur für Elefantenkühe und Jungtiere. Ein Elefantenbulle benötigt deutlich robustere Konstruktionen; Tore aus 20er Rundstahl halten seiner Kraft und Langeweile nicht stand.

Ein weiterer technischer Schwerpunkt lag im Yukon Bay, genauer im Eisbärengehege. Dort erläuterte Frau Rehse die jährlich stattfindenden und umfangreichen Korrosionsschutzarbeiten. Die Dimensionen waren bemerkenswert: Das Becken fasst rund 1.800 Kubikmeter Wasser, für das jährlich etwa 120 Tonnen Salz benötigt werden, um beispielsweise Verdunstungsverluste auszugleichen.

Weiter ging es vorbei am Robbengehege zu den 18 Booten, die im Sommer auf dem „Sambesi“ unterwegs sind. Obwohl die Boote aus Holz gefertigt sind, steckt hinter ihrem Antrieb eine beeindruckende Technik: Ein 700 Meter langes Stahlseil unter Wasser, geführt über 17 Umlenkrollen, bewegt die gesamte Flotte. Im Herbst werden alle Boote aus dem Wasser geholt, überholt und repariert. Im Januar wird das Wasser abgelassen; Motoren und Öl werden gewartet, Ritzel geprüft und Seile bei Bedarf neu gespleißt. Bis Ostern sind sämtliche Arbeiten abgeschlossen, bevor die Boote wieder in Betrieb gehen.

Diese Einblicke in Konstruktion, Materialeinsatz und Instandhaltung machten den Besuch zu einem besonderen und praxisnahen Erlebnis. Anschaulich und unterhaltsam präsentiert – dafür noch einmal ein herzlicher Dank an Frau Rehse und den Zoo Hannover für den spannenden Blick hinter die Kulissen.

Beim gemeinsamen Abendessen wurden die Eindrücke weiter vertieft. Der offene Austausch und das konstruktive Miteinander sind ein Markenzeichen dieser Gruppe – Netzwerken funktioniert hier hervorragend.

Am Freitag ging es im Haus der Bauwirtschaft weiter. Nicole Sterzer präsentierte das Projekt „Kommunikation im Handwerk 2.0“ und zeigte typische Kommunikationsprobleme in Betrieben sowie mögliche Ansätze für Inhouse-Schulungen auf. Zudem diskutierten wir die Möglichkeit, beim nächsten Treffen einen Kommunikations-Workshop durchzuführen.

Anschließend erläuterte Herr Niemann die tariflichen Entwicklungen der kommenden Monate und die weiteren Schritte rund um das Thema Workflex. Danach sprach Herr Voigt mit der Gruppe über die Situation in den Innungen: Wie laufen derzeit Innungsversammlungen? Wie ist die Beteiligung der Mitglieder? Wie lassen sich junge Menschen zur Teilnahme motivieren? Eine allgemeingültige Lösung gibt es nicht – dafür unterscheiden sich die Innungen zu stark. Dennoch wurden zahlreiche Ideen ausgetauscht. Auf Initiative der Innung Hannover wurde ein Fragebogen entworfen und gemeinsam erweitert. Zwei Innungen werden die Umfrage nun unter ihren Mitgliedern durchführen. Die Ergebnisse werden mit Spannung erwartet.

Zum Abschluss folgte eine Feedbackrunde, in der auch erste Themenwünsche für das nächste Treffen gesammelt wurden. Mit klaren Ideen für die weitere Zusammenarbeit und vielen neuen Impulsen endete das zweitägige Treffen.

Marcel Voigt

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